Was ist Mediation
 
Die Möglichkeiten
 
Wie funktioniert die Mediation
 
Rechte und Pflichten
 
Die Phasen der Mediation
   

 

 






     
 
Jede Mediation ist fall- und problemspezifisch
Jeder Konflikt ist so einzigartig wie die beteiligten Personen und deren Charaktereigenschaften. Daher gibt es bei der Lösungssuche auch keine Patentlösungen oder eine Anlehnung an Musterprozesse so wie in der Rechtsprechung. Das mag zwar im ersten Moment als Nachteil empfunden werden, gibt den Beteiligten aber die Freiheit, so zu entscheiden, wie es in ihrer Situation am Besten ist. Wer kann ein besserer Experte in einem Fall sein, als der Beteiligte selbst?

Die Freiheit der Parteien
Die Mediation beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Diese Freiwilligkeit schon am Beginn der Mediation ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Einigung.
Anders als in der Rechtsprechung können aber auch alle Beteiligten jederzeit das Verfahren beenden und andere Lösungswege suchen. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil ist der explizite Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die Pflichten der Parteien
Um eine konstruktive Gesprächsbasis zu erreichen ist es unabdingbar, dass die Beteiligten sich an fixierte Gesprächsregeln halten. Z.B. die Gesprächsinhalte nicht an Dritte weitergeben oder sämtliche fallrelevanten rechtlichen Schritte gegenüber dem Konfliktpartner unterlassen bzw. ruhendstellen. Diese Regeln werden am Beginn der Mediation in Form eines Mediationsvertrages fixiert und von allen Beteiligten unterzeichnet.

Die Pflichten des Mediators
Der nach dem Zivilrechtsmediationsgesetz eingetragene Mediator unterliegt der gesetzlichen Pflicht der Verschwiegenheit und Vertraulichkeit. Demnach ist es dem Mediator untersagt, über die Tatsachen, die ihm in der Mediation bekannt wurden, Auskunft zu geben. Weiters darf der Mediator, in Ansehung dessen, was ihm im Rahmen der Mediation anvertraut wurde (ähnlich dem Beichtgeheimnis von Geistlichen), nicht als Zeuge vernommen werden. (Vernehmungsverbot)

Der Mediator als allparteilicher Dritter
Die Aufgabe des Mediators ist, jeden der Beteiligten in seiner Situation tiefgreifend zu verstehen und so den Kernpunkt der Konfliktauslösung zu erfassen. Er ist nicht neutral, sondern allparteilich. Wäre er neutral, wären ihm die unterschiedlichen Sichtweisen der Konfliktparteien egal. Das Wort neutral kommt aus dem Lateinischen und bedeutet: "ne-utrum", wörtlich: "keines von beiden.